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    F60.5 – anankastische (zwanghafte) Persönlichkeitsstörung – ICD-10

    Kurz:

    Gefühle von Zweifel, Perfektionismus und übertriebene Gewissenhaftigkeit sind Kennzeichen dieser Stöung.

    Ausführlich:

    Diese psychische Erkrankung ist durch Gefühle von Zweifel, Perfektionismus und übertriebene Gewissenhaftigkeit gekennzeichnet. Menschen, die an dieser Störung leiden, neigen dazu, übermäßig kritisch gegenüber sich selbst und anderen zu sein. Sie haben häufig ein starkes Bedürfnis nach Ordnung und Kontrolle, was sich in einem rigiden und starren Verhaltensmuster äußert.

    Betroffene sind oft unfähig, Aufgaben oder Projekte abzuschließen, weil sie ständig nach Fehlern suchen und bestrebt sind, alles perfekt zu machen. Dies führt nicht selten zu erheblichem Stress und kann das soziale und berufliche Leben stark beeinträchtigen. Ihr übertriebener Perfektionismus kann dazu führen, dass sie Aufgaben delegieren oder die Hilfe anderer nicht akzeptieren, weil sie der Meinung sind, dass niemand sonst die Arbeit so gut erledigen kann wie sie selbst.

    Zudem haben Personen mit einer anankastischen Persönlichkeitsstörung häufig Schwierigkeiten, Entscheidungen zu treffen, da sie ständig von Zweifeln geplagt werden und Angst haben, die falsche Wahl zu treffen. Diese Unsicherheit und das Bedürfnis nach Perfektion erstrecken sich oft auch auf zwischenmenschliche Beziehungen, was zu Konflikten und Missverständnissen führen kann.

    Auch die übertriebene Gewissenhaftigkeit ist ein prägendes Merkmal dieser Störung. Betroffene haben oft strenge moralische und ethische Prinzipien und legen hohen Wert auf Ehrlichkeit und Pünktlichkeit. Ihr stark ausgeprägtes Pflichtbewusstsein kann jedoch dazu führen, dass sie sich überarbeiten und Schwierigkeiten haben, Freizeit und Erholung zu genießen. Oftmals leiden sie unter einem ständigen Gefühl, nicht genug zu leisten oder den eigenen hohen Ansprüchen nicht gerecht zu werden.

    Die Ursachen für die Entwicklung dieser Persönlichkeitsstörung sind vielfältig und können genetische, biologische und umweltbedingte Faktoren umfassen. Eine Therapie, die häufig angewendet wird, ist die kognitive Verhaltenstherapie, die darauf abzielt, die starren Denkmuster zu durchbrechen und flexible, realistische Denkweisen zu fördern.

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